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Fragebogen Umgestaltung des Marktplatzes
Der Münchner Merkur berichtet am 9.5.2008
Marktplatz-Diskussion findet kein Ende
Freie Wähler befragen Anwohner und Händler
Planegg - Die Neugestaltung des Planegger Marktplatzes Ist für Architektin Gabriele Feneberg eine Sisyphos-Arbeit, die sie seit 5 Jahren beschäftigt. Pläne wurden ent- und verworfen. Ein Ende der Diskussion ist auch jetzt nicht in Sicht, obwohl der technische Ausschuss im November 2007 Farbe bekannt und die Architektin mit der Ausführungsplanung beauftragt hat - inclusive des umstrittenen Baus eines Pavillons. Der Ortsverband der Freien Wähler hat das Thema erneut aufs Tapet gebracht und eine Umfrage unter Anwohnern und Marktplatz-Händlern durchgeführt.
Repräsentativ ist die Umfrage allenfalls im Hinblick auf die Anwohner: 75 Anfragen wurden versandt, 33 Antworten (25 Anwohner und acht Händler) kamen bis dato zurück. Überraschendes offenbaren sie nicht. Drei Viertel der Befragten lehnen den Bau eines für die Händler befahrbaren Pavillons in Leichtbauweise ab. Auch ein Kiosk zur Belebung des Marktplatzes ist bei der Mehrheit nicht erwünscht. Fast einmütig sprechen sich die Befragten dagegen dafür aus, die Tanne hinter der Tiefgarageneinfahrt zu erhalten. Begrüßt werden Verbesserungen am Spielplatz sowie die Neugestaltung von Grünflächen und Sitzgelegenheiten.
"Wir wollen die Sache einfach voranbringen", sagte Gemeinderat Peter Heizer am Mittwoch bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse. Max Gum-Bauer konstatierte, dass bei Anliegern noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist." Deshalb müssten die Pläne im Großformat ausgehängt werden. Vor allem drängen die Freien Wähler darauf, endlich die noch vom "alten Gemeinderat" beschlossene Besichtigungstour zu anderen Pavillons zu starten.
Gabriele Feneberg nahm die erneute Diskussion gelassen: "Vielleicht ist es eine Chance, wenn wir mit dem neuen Gemeinderat einen Neuanfang machen."
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Die SZ berichtet am 9.5.2008
Marktplatz-Umbau soll erneut Thema sein
Freie Wähler kündigen Antrag im Gemeinderat an / Anwohner äußern Unmut
Von Rainer Rutz
Planegg: Die seit einem halben Jahrzehnt laufenden Planungen für eine Neugestaltung des Planegger Marktplatzes sollen neu aufgenommen und gegebenenfalls überarbeitet werden. Dies ist das Ergebnis eines öffentlichen Stammtisches der Freien Wähler, bei denen das Ergebnis einer Umfrage unter Anwohnern und Händlern vorgestellt wurde. Streitpunkt ist vor allein der geplante Pavillon.
Nur vier Anlieger des Marktplatzes waren in die Gaststätte Heide-Volm gekommen, dazu die Gemeinderäte Max Gum-Bauer und Peter Heizer sowie einige Mitglieder der Freien Wähler (FW). Gekommen war allerdings auch die Planerin des Marktplatzes, Gabriele Feneberg, und sie sollte im Verlauf des Abends noch Anlass genug zum Staunen bekom men. 75 Fragebögen hatten die FW versandt, beantwortet wurden 33, darunter stammten acht von Markthändlern. Es gab eine Mehrheit für die Erhaltung der Tanne, eine Ablehnung für eine transparente Tiefgaragenein fahrt, ein Nein zu Kopfsteinpflaster, den Wunsch nach einer besseren Spielplatzsituation und neuen Grünflächen. Eine Besichtigungsfahrt zu ähnlichen Bauwerken im Umland wird für nicht notwendig angesehen. Abgelehnt wurde ein Kiosk und vor allem der Pavillon. Befürwortet wurde dafür alternativ ein Zelt.
Die Versammlung nahm chaotische Züge an, als die Planerin auf Befragen den derzeitigen Sachstand wiedergab. Bis Juni will sie im Gemeinderat die Ergebnisse bekannt geben, denn immerhin hatte es im vergangenen Herbst nach jahrelangem Hin und Her eine Mehrheit für ein Konzept mit Pavillon gegeben, übrigens auch mit den Stimmen der Freien Wähler. Wütende Reaktionen wurden laut auf der Versammlung: Man müsse den Gemeinderatsbeschluss aufheben. Der Pavillon verursache "Schatten" und verbaue die Sicht. Früher war geäußert worden, dass sich hier nachts Jugendliche aufhalten könnten, außerdem befürchtet man Lärm durch Regen auf dem Dach. Ein neues Argument gegen den Pavillon wurde angegefügt: Die Händler seien dagegen.
Genau dies sei nicht der Fall, meinte die Architektin. Man habe die gesamte Planung mit dem Sprecher der Händler abgestimmt und dies sei im Gemeinderat auch betont worden. Feneberg wies rauf hin, dass die modifizierte Planung "schon in drei Gemeinderatssitzungen präsentiert" wurde. Man solle die Veränderungen am Marktplatz "als Chance" sehen.
Gum-Bauer kündigte an, die Freien Wähler würden im neuen Gemeinderat einen Antrag zur Abstimmung vorlegen, wonach alles noch einmal auf den Tisch kommen soll: "Vor allem wollen wir ein großes Modell des Pavillon sehen und wünschen uns mehr Information." Gum-Bauer bestritt ebenso wie Heizer, dass die Freien Wähler ihre Meinung zur Marktplatzgestaltung geändert hätten: "Wir wollen nur mehr Transparenz." Feneberg kündigte an, vor einer neuerlichen Behandlung im Gemeinderat ein Gespräch mit Bürgermeisterin Annemarie Detsch zu führen.
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Freie Wähler Planegg
Gemeinderatsfraktion
Fraktionssprecher Max Gum-Bauer
Mathildenstraße 4, 82152 Planegg
Befragung der Marktplatz-Anwohner und Marktplatz-Händler
zur geplanten Umgestaltung des Planegger Marktplatzes
April 2008
Um Ihre Wünsche und Anregungen bei der Neugestaltung des Marktplatzes berücksichtigen zu können, bitten wir Sie, uns einige Fragen zu diesem Thema zu beantworten. Wir FREIEN WÄHLER möchten das Ergebnis dieser Befragung in den Entscheidungsprozess des Gemeinderates einbringen. Bitte geben Sie den ausgefüllten Fragebogen mit Ihrem Namen und Anschrift versehen bis zum 30.04.2008 an folgende Stellen zurück:
Jutta Nehls FW, Am Marktplatz 5, Planegg
Werner Leuthner FW, Am Marktplatz 14, Planegg
Fragen:
Tanne hinter der Tiefgaragenabfahrt entfernen Ja Nein
Transparente Überdachung der Tiefgarageneinfahrt Ja Nein
Kein Kopfsteinpflaster im Bereich der Gehwege, sondern
behindertengerechter Belag in angemessener Breite Ja Nein
Verbesserung der jetzigen Spielplatzsituation Ja Nein
Neugestaltete Grünflächen mit Sitzgelegenheiten Ja Nein
Kiosk zur Belebung des Marktplatzes Ja Nein
Erstellung eines Pavillons in leichter Konstruktion
befahrbar für die Markt-Händler Ja Nein
Besichtigungsfahrt zu anderen Pavillons Ja Nein
Alternativ: Zelt Ja Nein
Sonstige Wünsche und Anregungen:
Name, Adresse, Datum
