20.02.2020
Machtbarkeitsprüfung für einen Tunnel in Planegg

Artikel in der SZ vom 18.Februar:  

www.sueddeutsche.de/muenchen/kommunalwahl-in-planegg-ein-tunnel-fuer-planegg-1.4803202

Wer auf der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten war, hat festgestellt, wie die anderen Kandidaten auf unseren Vorschlag, eine Machbarkeitsprüfung für einen Tunnel unter der Germeringer Straße durchzuführen, reagiert haben. Skeptisch, ohne Worte, mutlos, zweifelnd, ablehnend. Warum ist das so?
Weil es Ihnen unmöglich erscheint und sie es deshalb ablehnen? Weil es eine große Herausforderung ist? Die Germeringer Straße ist eine der größten Herausforderungen für Planegg, insbesondere deshalb, weil sie eine Staatsstraße ist und eine Reduzierung des Verkehrs völlig unwahrscheinlich ist.

Die Tunnelidee ist nicht so neu, bereits 2009 wurde darüber nachgedacht:

www.merkur.de/lokales/wuermtal/tunnel-graefelfing-planegg-findet-gauting-gefallen-142301.html

Wir wollen in der Politik etwas möglich machen! Wie beispielsweise das Gutachten, das die Lärmaktionsplanung der Gemeinde Planegg vom Mai 2019 ins Leben rief und die 30 km/h Zone, die ein sehr wichtiger Schritt für eine Lärmminderung auf der Germeringer und Pasinger Straße war.

Politik bedeutet Führung und Führung heißt, das Richtige und das als richtig Erkannte so vorzutragen, dass neue Mehrheiten gewonnen werden können und nicht nur bereits vorhandene Mehrheiten zu überzeugen,

So muss es den Starnberger Visionären vor mehr als 30 Jahren ergangen sein, als Sie Ihre Gedanken über einen Tunnel öffentlich machten. Nach 30 Jahren Planung wird nun der Bau des Tunnels im oberbayerischen Starnberg angegangen. Durch den etwa zwei Kilometer langen Tunnel soll der Verkehr der Bundesstraße 2 fließen - und so der städtische Verkehr entlastet werden. Zunächst wird zwei Jahre lang die Zufahrtsstrecke ausgebaut. Ab 2021 beginnt dann der Bau des eigentlichen Tunnels, sechs Jahre lang soll dies dauern. Eine Umgehungsstraße - anstelle des Tunnels - war aufgrund von Natur- und Landschaftsschutz bereits Ende der 1980er Jahre ausgeschlossen worden.

Keiner hat bisher geprüft, ob eine Untertunnelung der Germeringer und Münchner Straße machbar ist. Zum Wohle aller Gemeinden, in Koordination mit den Nachbargemeinden und finanziert vom Bayerischen Staat, denn es ist eine Staatsstraße. Die bayerische Regierung weiß genau, dass die Germeringer Straße eine Zumutung für die Bevölkerung ist. Vielleicht ist die zunächst utopisch klingende Vision eine durchaus machbare Maßnahme, um unseren extremen Verkehrslärm für unsere Enkel und Urenkel unter die Erde zu verlagern.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.